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Sonntag, 19. November 2017

[Rezension] Der Geruch des Todes - Einsätze eines Leichenspürhundes

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Über den Verlag
Der Kynos Verlag veröffentlicht Bücher mit dem Schwerpunkt Hund. Gegründet 1980 war das Ziel, Hundebücher zu veröffentlichen, die es so noch nicht gab.

Über die Autorin
Cat Warren wurde in den 1950ern geboren, sie ist Professorin an der North Carolina State University und lebt mit ihren Hunden und ihren Mann in North Carolina.

Über Der Geruch des Todes - Einsätze eines Leichenspürhundes
Das Buch erschien im September 2017 und umfasst 244 Seiten. Es kann beispielsweise hier für 24,95 Euro erworben werden.

Buchrücken
"Für die Polizei ist es ein Vermissten- oder Kriminalfall. Für die Angehörigen ist es eine Tragödie. Für den Hundeführer ist es harte Konzentrationsarbeit. Für den Leichenspürhund ist es ein spannendes Spiel.

Cat Warren, Professorin für Journalistik und Literaturwissenschaft, sucht zunächst eigentlich nur nach Möglichkeiten, ihren nicht ganz einfachen Deutschen Schäferhund Solo vernünftig auszulasten. Dabei stößt sie auf die Sucharbeit nach Toten und taucht ein in die faszinierende Welt der Wissenschaft rund um den Geruch, Geruchszersetzung, Forensik und die Leistung der Hundenase.
Die unbekümmerte und zielstrebige Begeisterung, mit der ihr Hund sich auf die Suche nach dem Geruch des Todes macht, lässt sie auch ganz neue Perspektiven auf das Leben und seine Vergänglichkeit erleben. Folgen Sie den beiden auf ihre Wege und Irrwege und erfahren Sie viel Spannendes über die Geruchsleistung von Hunden, aber auch über die Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen von Hund und Mensch in einer Parallelwelt, die wir nur zu gerne aus unserem Alltag ausblenden."


Fazit
Zunächst bin ich vielleicht mit etwas falschen Vorstellungen an das Buch herangegangen. Ich vermutete ursprünglich eher einen Roman oder Krimi, der den Wissenteil einbettet.

Inhaltlich schreibt die Autorin über ihren ehrenamtlichen Beruf mit Hunden. Wie sie zum Spürhund kam und wie man ihn ständig trainieren muss, um seine Fähigkeiten zu Fördern. Ihr erster Hund war ein einzelner Wurf, der einen schwierigen Charakter hatte und durch Training und Disziplin zum Spürhund herangewachsen ist. Das Buch erzählt von diversen Trainingsmethoden, damit Verstecke leichter gefunden werden und damit der Hund gehorsam gegenüber des Herrchens ist, aber auch das Mensch und Tier eine Einheit sein müssen, um bestmöglich zu agieren. 

Teilweise werden auch weitere Einsatzgebiete von Hunde beschrieben, wie im Krieg. Generell wird davon gesprochen, dass es ein Gebrauchshund ist, der mit dem 8. Lebensjahr in den Ruhestand geschickt werden muss. Nachdem sich die Autorin für einen weiteren Welpen entschieden hat wird auch die Welpenaufzucht beschrieben und die unterschiedlichen Charaktere der Hunde mit ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen.

Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst und liest sich gut. Es ist allerdings sehr belehrend verfasst. Die Geschichte Drumherum kommt etwas zu kurz und würde etwas ausladender den Inhalt interessanter und nicht so schwer machen. Hauptthemen sind die Durchführung von Trainings, die richtige Belohnung und Tipps und Tricks ums Abrichten.
Der Geruch des Todes - Einsätze eines Leichenspürhundes ist für Personen mit großen Jagdhunden, die ihre Hunde gern abrichten möchten sicherlich sehr interessant und wissenswert. Für Personen, die den Hund eher als Familienmitglied sehen und sich eher nicht für das richtige Abrichten interessieren ist es wohl eher schwere Kost, da die Geschichte zu kurz kommt und es eher ein Wissensbuch ist.

Alles in allem finde ich das Buch gut geschrieben und wissenswert. Es ist etwas trocken verfasst und dadurch teilweise nicht interessant genug um es gern durchzulesen. Insgesamt würde ich dennoch 4 von 5 Sterne vergeben.

Donnerstag, 3. August 2017

[Rezension] Nur wenn ich fliehe

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Über den Verlag  
Der Brunnen Verlag Gießen ist eines der führenden christlichen Verlagshäuser in Deutschland. 1909 erschien das erste Brunnen-Buch, zehn Jahre später wird der Verlag offiziell gegründet. 

Über die Autorin 
Terri Blackstock, New-York-Times-Bestsellerautorin, hat über 7 Millionen Bücher verkauft. Für ihre zahlreichen Veröffentlichungen hat sie bereits viele Preise erhalten. 

Über Nur wenn ich fliehe  
Das Buch ist Anfang Februar erschienen, umfasst 256 Seiten und kann bspw. hier für 
15 Euro erworben werden. 

Buchrücken
"Angst pulsiert wie Blut in meinen Adern, in meinen Ohren, hinter den Schläfen. Ich habe keine Idee, wie ich meine Unschuld beweisen soll. Ich will nur überleben.  Nach der Ermordung ihres besten Freundes muss Casey aus der Stadt und durch die halbe USA fliehen. Die Polizei geht davon aus, dass Casey die Mörderin ist, und setzt den jungen Ermittler Dylan an, sie zu finden. Doch Casey weiß, dass ihre skrupellosen Verfolger ein schmutziges Spiel treiben, um eigene dunkle Machenschaften zu vertuschen. Auf ihrer Flucht begegnet Casey einer älteren Dame, die selbst mit ihrer Familie in Schwierigkeiten steckt. Beim Versuch, ihnen zu helfen, wird Casey schließlich vom jungen Ermittler entdeckt …"  

Test und Fazit  
Das Buch beschreibt zwei parallel-verlaufende Geschichten, welche gegen Ende zusammenführen. 
Casey, die ihren Freund Brent ermordet in seiner Wohnung auffand und voller Panik, aufgrund vergangener Ereignisse, Hals über Kopf aus der Stadt flieht - und Dylan, der mit einer posttraumatischen Belastungsstörung aus der Armee zurückkommt und von den Eltern des Opfers als Detektive engagiert wird um Casey zu finden. Dylan und das Opfer waren früher befreundet. 
Die erste Hälfte des Buches nimmt schnell an Fahrt auf, Casey flieht von einem Ort zum nächsten, von einem Verkehrsmittel zum nächsten und wie es der Zufall will, gibt es immer ein Hotel, einen Supermarkt oder einen Dealer, der genau das hat, was sie gerade benötigt - es wirkt ziemlich abstrus, dass die Flucht so reibungslos von statten geht und Casey trotz allem noch nette Bekanntschaften unterwegs macht und ihre Haltung wahrt. Insgesamt wird sie als sehr sympathische Frau dargestellt, die sich um alle sorgt und schnell Bekanntschaften schließen kann. Schon nach wenigen Seiten erfährt man auch wieso sie geflohen ist, obwohl sie unschuldig zu sein scheint. Sie ist nicht nur auf der Flucht, sondern gegen Ende des Buches auch selbst bei der Klärung eines Falls beteiligt.
Dylan ist auch als sympathischer Charakter beschrieben, der von Anfang an die Wahrheit ans Licht bringen will – auch wenn der Polizeibeamte Keegan wohl anderes im Sinn hat.  
Man hat relativ früh das Gefühl alles zu wissen, so dass die Spannungskurve eher verhalten ist. 
Beide Geschichten werden in der jeweiligen Ich-Form geschrieben. Anfangs fiel mir das Lesen schwer, die Sätze waren kurz und die Ich-Schreibweise nicht mein Lesestil. Ab der Hälfte war man gut im Lesefluss drin. Es gab ab und zu kleine Rechtschreibfehler und die Schrift ist doch ziemlich groß, die Seiten sehr dick, sodass man merkt, dass das Buch noch kürzer ist, als man zunächst dachte. Obwohl es sich bei dem Buch um eine Trilogie handelt hatte man schon so eine Vorahnung, wie die Geschichte enden wird, weshalb ich doch irgendwie gespannt bin, was im nächsten Teil passiert aber nur um herauszufinden, ob das eigene Gefühl zutrifft.
Das Buch hat für den Seitenumfang ein angenehmes Tempo, viele Ereignisse scheinen unglaubwürdig, aber das Buch stellt ja auch keine wahre Begebenheit dar (nimmt teilweise Bezug auf wahre Begebenheiten, aber das Gesamtpaket wirkt irreal) und soll mich unterhalten.  
Da es sich beim Brunnen-Verlag um ein christliches Verlagshaus handelt, spiel das Thema Glaube auch eine Rolle und wird gegen Ende des Buches immer präsenter. Es wird dem Leser allerdings nicht unangenehm aufgezwungen, war mir gegen Ende aber schon etwas zu viel.

Insgesamt ein netter Roman, der etwas mehr Spannung, Realität und Geheimnisse vertragen hätte, deswegen nur 4 von 5 Sternen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

[Rezension] The Dry

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Über den Verlag
Zu den Rowohlt Verlagen zählen der Buchverlag, das Imprint Wunderlich (seit 1984), Rowohlt Berlin (seit 1990) und das Imprint Kindler (seit 2004) als Hardcover-Verlage. Die zweite zentrale Säule des Unternehmens ist rororo, der Rowohlt Taschenbuch Verlag. Seit 1982 gehören die Rowohlt Verlage zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. (Quelle: http://www.rowohlt.de/verlage)

Über die Autorin
Jane Harper, Journalistin beim Herald Sun,  lebt in Melbourne und startet mit The Dry ihre Romankarriere.

Über The Dry
The Dry erschien Ende Oktober 2016, umfasst 384 Seiten und kann für 14,99 Euro beispielsweise hier erworben werden.

Buchrücken
Die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten lastet wie heißes Blei auf dem ländlichen Städtchen Kiewarra mitten im Nirgendwo. Das Vieh der Farmer stirbt, die Menschen fürchten um ihre Existenz.
Als Luke Hadler, seine Frau und ihr Sohn Billy erschossen aufgefunden werden, glauben alle, dass der Farmer durchgedreht ist und erweiterten Suizid begangen hat. Aber Sergeant Raco hat seine Zweifel.
Aaron Falk kehrt nach zwanzig Jahren zum ersten Mal nach Kiewarra zurück - zur Beerdigung seines Jugendfreundes Luke. Bald brechen alte Wunden wieder auf; das Misstrauen wirft seine langen Schatten auf die Kleinstadt. Und in der Hitze steigt der Druck immer mehr...

Die Filmrechte für «The Dry» sicherte sich Hollywood-Star Reese Witherspoon.

Test und Fazit 
Das Buch ist sehr ausdrucksstark beschrieben. Menschen, Umgebung und die Situation werden sehr detailliert dargestellt, sodass man immer mittendrin ist und die geschaffene Atmosphäre förmlich spüren kann.Insgesamt kein Thriller, wie man ihn meistens vorfindet, sondern eher etwas langatmiger und langwieriger. Trotzdem die Geschichte nicht Schlag auf Schlag voran getrieben wird, ist das Buch aufgrund der Tiefgründigkeit und des Schreibstils wirklich interessant und lesenswert – einfach anders, aber anders gut.

Im Örtchen Kiewarra, welches in der Realität nicht existiert, herrscht seit längerer Zeit Dürre, es ist heiß und das Wasser wird knapp, so dass nicht nur Familien und ihre Existenz bedroht sind, sondern auch die Gemüter hochkochen.
Nachdem höchstwahrscheinlich ein Familienvater sich und seine gesamte Familie, außer dem Baby, in einer Farm ausgelöscht hat - wird aus Melbourne der Kriminalbeamte Aaron zur Beeidigung seines alten Freundes eingeladen. Vor vielen Jahren ist Aaron mit seinen Vater auf Kiewarra „entflohen“, weil sie in Verbindung mit dem Tod von Aarons guter Freundin gebracht wurden. Auf Bitten bleibt Aaron in Kiewarra und versucht bei den Ermittlungen zu helfen. Stehen der alte und neue Fall in Verbindung und warum stößt die Untersuchung der Fälle auf so viel Ablehnung unter den Bewohnern?

Die Anzahl der handelnden Personen ist übersichtlich und man bekommt von jeder ein gutes Bild. Die geschaffene Atmosphäre ist rau und spannend. Der Schreibstil ist wirklich gut, das Buch liest sich schnell und flüssig und wer ausschweifende, bildliche Darstellungen mag – wird den Schreibstil lieben. Dass sich die Filmrechte gesichert wurden wundert mich nicht, da man aufgrund der detaillierten Darstellungen wirklich ein gutes Kompaktbild vom Buch bekommt.
Der Spannungsbogen ist überschaubar und dennoch ist das Buch interessant und aufregend geschrieben.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Sonstiges
Hier findet ihr auch eine Leseprobe.

Sonntag, 31. Januar 2016

[Rezension] Killerjagd

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Über den Verlag
Im Jahr 1953 wurde der Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe gegründet, welcher bereits vier Jahre zuvor als Kölner Bastei-Verlag existierte.
Zunächst lag der Fokus auf Romanhefte, später kamen Taschenbücher und Hardcoverbücher hinzu. Neben diversen Buchformaten und Genre, werden auch Hörbücher (Lübbe Audio) und Rätselhefte angeboten. Seit 2013 ist die Bastei Lübbe AG eine Aktiengesellschaft.

Über die Autorin
Christine Drews arbeite während ihres Germanistik- und Psychologiestudiums für verschiedene TV-Produktionen. Sie schrieb Drehbücher für Movies, Familien- und Comedyserien und hat als Autorin für verschiedene Showformate gearbeitet. Neben Taschenbüchern hat sie auch eine E-Book-Serie zu ihrem im Folgenden beschriebenen Thriller „Killerjagd“ veröffentlicht.

Über Killerjagd
Das Buch erschien Mitte November 2015, umfasst 335 Seiten und kann bspw. hier für 8,99 Euro erworben werden. Das Buch besteht aus Prolog und Epilog und umfasst 55 Kapitel.
 
Buchbeschreibung
Rachel Hyatt ist eine der besten Profiler bei Scotland Yard. Als sie zum Schauplatz eines besonders brutalen Mordes gerufen wird, weiß sie daher sofort: Hier war ein Profi am Werk - aber einer, der persönliche Gründe für seine Tat hat. Zumal sein Opfer nicht irgendwer ist, Sir Ian war ein wichtiges Mitglied des britischen Geheimdienstes. Noch ahnt Rachel nicht, dass sie soeben den Weg des gefährlichsten Killer Englands gekreuzt hat. Und sie sehr bald von der Jägerin zur Gejagten werden wird.

Test und Fazit
Das Cover gefällt mir ganz gut, der Titel ist einfach und dennoch prägnant und passend gewählt.

Das Buch ist in viele Kapitel unterteilt, diese sind teilweise sehr kurz gewählt und man springt von einer Sichtweise in die Nächste. Der allwissende Erzähler beschreibt die Geschichten aus der Sicht von der Hauptermittlerin Rachel Hyatt, sowie dem Täter und anderen Personen. Dabei wird nicht die gleiche Geschichte noch einmal aus anderer Sicht beschrieben, sondern die Geschichte wird aus einem anderen Blickwinkel weitererzählt. Die Art der Erzählung ist spannend und gut gewählt, allerdings hätten mir etwas längere Kapitel besser gefallen.
Auch in diesem Buch gibt es wieder einige Rechtschreibfehler, die etwas den Lesefluss hemmen, allerdings nicht zu störend sind.
Es gibt nur einige handelnde Personen, was angenehm ist um den Überblick zu behalten, jedoch ist keiner der beschriebenen Personen ein wirklicher Sympathieträger mit welchen man mit bangen und mitfiebern kann. Allerdings fand ich dies gar nicht störend, das Buch war gut geschrieben, es wurde detailliert auf die handelnden Personen und Umgebungen eingegangen, man hatte also von allem eine gute Vorstellung. Die Personen wurden sehr ausgiebig beschrieben, dafür wurden Wörter gewählt, die man vielleicht nicht alltäglich geraucht, welche die Person aber ziemlich treffend beschreiben.
Ich mag ihren Schreibstil, man liest und liest und gelangt schnell und flüssig durch die einzelnen Kapitel -zwar hat das Buch keine große Spannungskurve, es gibt keine unerwarteten Wendungen und das Ende ist absehbar, aber dennoch ist es gut geschrieben und man hat Lust herauszufinden, wieso etwas so passiert ist, wie es passiert ist. Im Prinzip vermutet man von Anfang an, wer der Täter ist und versucht diesen mit Beweisen dingfest zu machen. Der Täter ahnt, dass die Ermittler gefährlich werden können und so beginnt ein Katz- und Mausspiel.
Inhaltlich hat man das Gefühl, dass die Handlungsabläufe und Kommunikation bspw. bei Scotland Yard gut recherchiert sind und tatsächlich so existieren.
Der Thriller „Killerjagd“ wird in vier E-Books weiter beschrieben und hinterleuchtet, auch wenn es dünne Taschenbücher geworden wären – hätte ich mir diese gekauft, da ich allerdings nicht gern E-Books in der Bahn lese, kann ich zu den „weiteren Verläufen“ der Geschichte an dieser Stelle nichts schreiben.

Alles in allem eher ein Krimi, als ein Thriller, der gut und interessant geschrieben ist und neugierig macht. Der Schreibstil und die Hintergründe sind packend und auch wenn das Buch kein Spannungsknüller ist vergebe ich 5 von 5 Sterne.

Sonstiges
Hier könnt ihr einen Blick in das Buch werfen.