Donnerstag, 3. August 2017

[Rezension] Nur wenn ich fliehe



Über den Verlag  
Der Brunnen Verlag Gießen ist eines der führenden christlichen Verlagshäuser in Deutschland. 1909 erschien das erste Brunnen-Buch, zehn Jahre später wird der Verlag offiziell gegründet. 

Über die Autorin 
Terri Blackstock, New-York-Times-Bestsellerautorin, hat über 7 Millionen Bücher verkauft. Für ihre zahlreichen Veröffentlichungen hat sie bereits viele Preise erhalten. 

Über Nur wenn ich fliehe  
Das Buch ist Anfang Februar erschienen, umfasst 256 Seiten und kann bspw. hier für 
15 Euro erworben werden. 

Buchrücken
"Angst pulsiert wie Blut in meinen Adern, in meinen Ohren, hinter den Schläfen. Ich habe keine Idee, wie ich meine Unschuld beweisen soll. Ich will nur überleben.  Nach der Ermordung ihres besten Freundes muss Casey aus der Stadt und durch die halbe USA fliehen. Die Polizei geht davon aus, dass Casey die Mörderin ist, und setzt den jungen Ermittler Dylan an, sie zu finden. Doch Casey weiß, dass ihre skrupellosen Verfolger ein schmutziges Spiel treiben, um eigene dunkle Machenschaften zu vertuschen. Auf ihrer Flucht begegnet Casey einer älteren Dame, die selbst mit ihrer Familie in Schwierigkeiten steckt. Beim Versuch, ihnen zu helfen, wird Casey schließlich vom jungen Ermittler entdeckt …"  

Test und Fazit  
Das Buch beschreibt zwei parallel-verlaufende Geschichten, welche gegen Ende zusammenführen. 
Casey, die ihren Freund Brent ermordet in seiner Wohnung auffand und voller Panik, aufgrund vergangener Ereignisse, Hals über Kopf aus der Stadt flieht - und Dylan, der mit einer posttraumatischen Belastungsstörung aus der Armee zurückkommt und von den Eltern des Opfers als Detektive engagiert wird um Casey zu finden. Dylan und das Opfer waren früher befreundet. 
Die erste Hälfte des Buches nimmt schnell an Fahrt auf, Casey flieht von einem Ort zum nächsten, von einem Verkehrsmittel zum nächsten und wie es der Zufall will, gibt es immer ein Hotel, einen Supermarkt oder einen Dealer, der genau das hat, was sie gerade benötigt - es wirkt ziemlich abstrus, dass die Flucht so reibungslos von statten geht und Casey trotz allem noch nette Bekanntschaften unterwegs macht und ihre Haltung wahrt. Insgesamt wird sie als sehr sympathische Frau dargestellt, die sich um alle sorgt und schnell Bekanntschaften schließen kann. Schon nach wenigen Seiten erfährt man auch wieso sie geflohen ist, obwohl sie unschuldig zu sein scheint. Sie ist nicht nur auf der Flucht, sondern gegen Ende des Buches auch selbst bei der Klärung eines Falls beteiligt.
Dylan ist auch als sympathischer Charakter beschrieben, der von Anfang an die Wahrheit ans Licht bringen will – auch wenn der Polizeibeamte Keegan wohl anderes im Sinn hat.  
Man hat relativ früh das Gefühl alles zu wissen, so dass die Spannungskurve eher verhalten ist. 
Beide Geschichten werden in der jeweiligen Ich-Form geschrieben. Anfangs fiel mir das Lesen schwer, die Sätze waren kurz und die Ich-Schreibweise nicht mein Lesestil. Ab der Hälfte war man gut im Lesefluss drin. Es gab ab und zu kleine Rechtschreibfehler und die Schrift ist doch ziemlich groß, die Seiten sehr dick, sodass man merkt, dass das Buch noch kürzer ist, als man zunächst dachte. Obwohl es sich bei dem Buch um eine Trilogie handelt hatte man schon so eine Vorahnung, wie die Geschichte enden wird, weshalb ich doch irgendwie gespannt bin, was im nächsten Teil passiert aber nur um herauszufinden, ob das eigene Gefühl zutrifft.
Das Buch hat für den Seitenumfang ein angenehmes Tempo, viele Ereignisse scheinen unglaubwürdig, aber das Buch stellt ja auch keine wahre Begebenheit dar (nimmt teilweise Bezug auf wahre Begebenheiten, aber das Gesamtpaket wirkt irreal) und soll mich unterhalten.  
Da es sich beim Brunnen-Verlag um ein christliches Verlagshaus handelt, spiel das Thema Glaube auch eine Rolle und wird gegen Ende des Buches immer präsenter. Es wird dem Leser allerdings nicht unangenehm aufgezwungen, war mir gegen Ende aber schon etwas zu viel.

Insgesamt ein netter Roman, der etwas mehr Spannung, Realität und Geheimnisse vertragen hätte, deswegen nur 4 von 5 Sternen.

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