Sonntag, 19. November 2017

[Rezension] Der Geruch des Todes - Einsätze eines Leichenspürhundes




Über den Verlag
Der Kynos Verlag veröffentlicht Bücher mit dem Schwerpunkt Hund. Gegründet 1980 war das Ziel, Hundebücher zu veröffentlichen, die es so noch nicht gab.

Über die Autorin
Cat Warren wurde in den 1950ern geboren, sie ist Professorin an der North Carolina State University und lebt mit ihren Hunden und ihren Mann in North Carolina.

Über Der Geruch des Todes - Einsätze eines Leichenspürhundes
Das Buch erschien im September 2017 und umfasst 244 Seiten. Es kann beispielsweise hier für 24,95 Euro erworben werden.

Buchrücken
"Für die Polizei ist es ein Vermissten- oder Kriminalfall. Für die Angehörigen ist es eine Tragödie. Für den Hundeführer ist es harte Konzentrationsarbeit. Für den Leichenspürhund ist es ein spannendes Spiel.

Cat Warren, Professorin für Journalistik und Literaturwissenschaft, sucht zunächst eigentlich nur nach Möglichkeiten, ihren nicht ganz einfachen Deutschen Schäferhund Solo vernünftig auszulasten. Dabei stößt sie auf die Sucharbeit nach Toten und taucht ein in die faszinierende Welt der Wissenschaft rund um den Geruch, Geruchszersetzung, Forensik und die Leistung der Hundenase.
Die unbekümmerte und zielstrebige Begeisterung, mit der ihr Hund sich auf die Suche nach dem Geruch des Todes macht, lässt sie auch ganz neue Perspektiven auf das Leben und seine Vergänglichkeit erleben. Folgen Sie den beiden auf ihre Wege und Irrwege und erfahren Sie viel Spannendes über die Geruchsleistung von Hunden, aber auch über die Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen von Hund und Mensch in einer Parallelwelt, die wir nur zu gerne aus unserem Alltag ausblenden."


Fazit
Zunächst bin ich vielleicht mit etwas falschen Vorstellungen an das Buch herangegangen. Ich vermutete ursprünglich eher einen Roman oder Krimi, der den Wissenteil einbettet.

Inhaltlich schreibt die Autorin über ihren ehrenamtlichen Beruf mit Hunden. Wie sie zum Spürhund kam und wie man ihn ständig trainieren muss, um seine Fähigkeiten zu Fördern. Ihr erster Hund war ein einzelner Wurf, der einen schwierigen Charakter hatte und durch Training und Disziplin zum Spürhund herangewachsen ist. Das Buch erzählt von diversen Trainingsmethoden, damit Verstecke leichter gefunden werden und damit der Hund gehorsam gegenüber des Herrchens ist, aber auch das Mensch und Tier eine Einheit sein müssen, um bestmöglich zu agieren. 

Teilweise werden auch weitere Einsatzgebiete von Hunde beschrieben, wie im Krieg. Generell wird davon gesprochen, dass es ein Gebrauchshund ist, der mit dem 8. Lebensjahr in den Ruhestand geschickt werden muss. Nachdem sich die Autorin für einen weiteren Welpen entschieden hat wird auch die Welpenaufzucht beschrieben und die unterschiedlichen Charaktere der Hunde mit ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen.

Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst und liest sich gut. Es ist allerdings sehr belehrend verfasst. Die Geschichte Drumherum kommt etwas zu kurz und würde etwas ausladender den Inhalt interessanter und nicht so schwer machen. Hauptthemen sind die Durchführung von Trainings, die richtige Belohnung und Tipps und Tricks ums Abrichten.
Der Geruch des Todes - Einsätze eines Leichenspürhundes ist für Personen mit großen Jagdhunden, die ihre Hunde gern abrichten möchten sicherlich sehr interessant und wissenswert. Für Personen, die den Hund eher als Familienmitglied sehen und sich eher nicht für das richtige Abrichten interessieren ist es wohl eher schwere Kost, da die Geschichte zu kurz kommt und es eher ein Wissensbuch ist.

Alles in allem finde ich das Buch gut geschrieben und wissenswert. Es ist etwas trocken verfasst und dadurch teilweise nicht interessant genug um es gern durchzulesen. Insgesamt würde ich dennoch 4 von 5 Sterne vergeben.

Montag, 9. Oktober 2017

Am Hörnle und Ammergauer Alpen




Des Weiteren haben wir eine schöne Zeit in den Ammergauer Alpen verbracht – auch hier eine kurze Vorstellung der Ferienwohnung und ein paar Impressionen der Umgebung.
 
Ferienwohnung Am Hörnle (Link) 
In einem Privathaus, im EG (barrierefrei), befindet sich die Ferienwohnung „Am Hörnle“ in Unterammergau.
Dabei liegen Wohn- und Schlafzimmer zusammen in einem Raum. Flur, Küche, Bad und eine kleine Abstellkammer befinden sich in separaten Räumen. Außerdem gibt es kostenloses WLAN.
Die Ferienwohnung ist sehr groß und insgesamt ist der Möbelstil sehr durchmischt, aber gemütlich.
Auf dem Grundstück befindet sich ein Carport, unter welches man sein Fahrzeug stellen kann.
Desweiteren gehört zur Ferienwohnung eine Terrasse umgeben von einem gepflegten Garten.
Aus dem Küchenfenster hat man einen guten Blick auf die im Garten lebenden Hühner (sehr ruhig, da kein Hahn). Die Küche ist mit einen Geschirrspüler und Kühlschrank (leider ohne Gefrierschrank) ausgestattet. Und auch sonst beinhaltet die Küche alles, was wir für eine Woche Urlaub benötigt.
Insgesamt befindet sich die Ferienwohnung in ruhiger Lage. Nur bei Regen war das laute Rauschen der Regenrinne gewöhnungsbedürftig. Außerdem gibt es in der Nähe unbeschrankte Bahnübergänge, weshalb man den Zug häufig hupen hörte, aber auch daran gewöhnte man sich im Laufe einer Urlaubswoche, vor allem wenn man geschafft vom Wandern müde ins Bett fällt.
In direkter Nähe gibt es zwei Bäcker, der nächste große Supermarkt befindet sich allerdings erst in Oberammergau.
Desweiteren ist die Ferienwohnung Partner der Königscard– was ziemlich praktisch ist, da bestimmte Eintritte für Bergbahnen, Schifffahrten oder Aktivitäten wie Minigolf hiermit „gratis“ sind.
Die Vermieter sind sehr nett und hilfsbereit. Alles in allem hatten wir eine sehr schöne Urlaubswoche mit top Preis-Leistungs-Verhältnis.

Impressionen aus den Ammergauer Alpen und Umgebung






Sonntag, 8. Oktober 2017

Bärenfelsblick und Südschwarzwald


Vor ein paar Wochen waren wir im Urlaub – wie vor drei Jahren, wieder einmal im Südschwarzwald. Im Folgenden stelle ich euch kurz die Ferienwohnung vor, sowie ein paar Ausflugsziele in der Umgebung in ein paar bildlichen Impressionen.

Appartement Bärenfelsblick (https://www.bärenfelsblick.de/)


In Wehr, ruhig in einer 30er-Zone einer Einfamilienhaussiedlung gelegen, befinden sich die zwei Appartements Bärenfelsblick in einem Einfamilienhaus. Das Haus ist sehr modern und behindertengerecht gestaltet inklusive Lift. Auch die Appartements sind behindertengerecht eingerichtet – ohne Türschwellen, mit breiter Badtür und ebener Dusche, nur die Türschwelle zum Balkon ist sehr hoch.
Wir hatten um Appartement 1 bei der Buchung gebeten und dieses bei Anreise auch bekommen. Hier liegen Küche, Schlaf- und Wohnbereich (und Flur) in einem großen Zimmer, nur das Bad ist durch eine Tür abtrennbar. Der Balkon ist für zwei Personen etwas klein, aber mit sehr schöner Aussicht (siehe Bild oben) – bei gutem Wetter sogar mit Blick auf die Alpen. Alle Fenster waren mit Rollos ausgestattet, der Raum konnte also komplett abgedunkelt werden. Es gibt keinen Geschirrspüler, aber einen Backofen mit Ceranfeld und Kühlschrank mit Gefrierschrank und auch sonst war alles  für eine Woche Urlaub vorhanden. Einzige Verbesserungsidee wäre eine kleine Lichtleiste über der Küchenzeile, da es etwas dunkel über der Spüle ist.
Es gibt keinen extra Parkplatz auf dem Gelände, aber ausreichend öffentliche Parkplätze vor dem Haus. Zusätzlich kann man den liebevoll gestalteten Garten nutzen, der noch erweitert werden soll.
Eine Mappe mit touristischen Informationen war vorhanden, es gibt kostenloses WLAN und auch ein Festnetzanschluss ist vorhanden.
Die Vermieterin ist sehr nett, erkundigt sich regelmäßig nach dem Wohlbefinden und Wünschen aber ohne aufdringlich zu sein.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist top und wir haben hier eine sehr schöne Urlaubswoche verbracht.

Von hier aus haben wir viele Ausflüge unternommen und gegen Ende unseres Urlaubs konnten wir auch die Alpen am Horizont sehen.

Impressionen aus dem Südschwarzwald
Zauberwald (Zauberwaldpfad), Bernau
Zum gscheiten Beck, Feldberg
Weitere Impressionen

Freitag, 1. September 2017

[Literaturtest] Besondere Umstände



Über den Verlag 
Das Medienunternehmen Storybakery arbeitet seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Medien (ARD, 3sat…), produziert Printmedien, Hörbücher und bietet auch Workshops zum Thema kreatives Schreiben und Vortragskunst an.
Der Storybakery-Verlag wurde 2016 gegründet und stellt eine Plattform für tiefgreifende Belleristik dar.

Über die Autorin
Gabriela Kasperski war während und nach ihrem Anglistik Studium als Moderatorin im Radio und TV-Bereich und als Schauspielerin auf vielen Schweizer Bühnen tätig. Danach hat sie sich dem geschriebenen Wort zugewandt. Heute arbeitet sie vor allem als Autorin. 

Über Besondere Umstände – Der zweite Fall für Schnyder&Meier 
Die Neuauflage, des bereits 2013 veröffentlichten Titels, ist im Mai 2017 erschienen, umfasst 528 Seiten und ist als gebundene Ausgabe, Taschenbuch und Kindle Edition erhältlich.

Buchrücken
"Nach einem Gewitter kommen sieben Babys zur Welt. Eines wird entführt – Zita Schnyder und Werner Meier, selber frischgebackene Eltern, ermitteln in dieser emotionalen Geschichte um Mutterliebe und Unfruchtbarkeit, um illegale Adoptionen und gekauftes Glück."

Allgemein
Die über 500 Seiten machen das Buch wirklich schwer und unhandlich, um es unterwegs in den Öffentlichen zu lesen.
Es gibt viele handelnde Geschichten die ineinander verzweigen und es ebenfalls schwierig machen, das Buch nebenbei zu lesen. Ich empfand es als eine Herausforderung mich auf das Buch und die handelnden Charaktere zu konzentrieren, da es wirklich viele Geschichten gab. Auch wenn jede auf ihre Weise einzigartig war, hatten doch alle als Thema „Babys“. Im Vergleich zu anderen Büchern fiel es mir schwer die Pärchen und ihre Geschichten auseinander zu halten und es dauerte etwas bis ich mich auf den teilweise doch sehr langatmigen Schreibstil einstellen konnte.
Unterteilt werden die Kapitel in unterschiedliche Tage. Innerhalb eines Tages können verschiedene Geschichten der handelnden Charaktere erzählt werden.
Bei „Besondere Umstände“ handelt es sich um den 2. Fall für Schnyder und Meier, dennoch hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen aus dem ersten Buch fehlen, welches ich nicht gelesen habe. Man kann diesen Band also auch als eigenständigen Teil betrachten.

Inhalt
Pärchen mit unterschiedlichen Wünschen und Träumen, die durch ein Kind verbunden werden. Pärchen in denen ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt, Adoptionen fehlschlagen, eine illegale Adaption der einzige Ausweg scheint und Gewissensbisse. Sehr fürsorgliche Eltern und eine MamYoga Leiterin die eigentlich einen ganz anderen Lebenstraum hatte und auf Ungereimtheiten stößt. Verschwundene Kinder und Mord – alles das ist „Besondere Umstände“.

Fazit
Das Buch liest sich sehr flüssig und ist gefüllt mit vielen kleinen Geschichten und Informationen. Das erste Drittel des Buches – noch vor den Geburten – war relativ langatmig. Man lernte alle Pärchen kennen, ihre Vorlieben und Eigenarten. Hatte viele Kapitel über MamYoga, wo alle Mütter aufeinander trafen und viele Gespräche über Kinder, Geburtsalternativen zum Krankenhaus und was eine Schwangerschaft so mit sich bringt. Dabei wurden viele verschiedene Geschichten beschrieben, mit unterschiedlichen Ansichten zu diesen Themen – was die Gesellschaft gut wiederspiegelt. Nach den Geburten und einem verschwundenen Kind aus der Klinik nahm die Handlung langsam an Geschwindigkeit zu. Leider fand ich von Anfang an die Geschichte nicht so fesselnd, dass ich unbedingt weiter lesen musste, weshalb ich für die ~500 Seiten ziemlich viel Zeit benötigt habe. Es ist bekannt - zu was Menschen im Stande sind, wenn sie sich etwas so sehnlich wünschen – auch dieses Gefühl vermittelt „Besondere Umstände“ sehr gut. Es wirkt gut recherchiert und alle Geschichten wirken plausibel. Teilweise wirken sie allerdings etwas überspitzt dargestellt, auch die Tatsache, dass diese wirklich ungleichen Mütter an einem Abend gleichzeitig gebären wirkt doch sehr zufällig. 
Aufgrund der sehr markanten handelnden Persönlichkeiten ist es teilweise schwierig sich mit ihnen einzufühlen. Werner Meier, Polizist ist ein bodenständiger sympathischer Charakter. Seine Freundin Zity Schnyder hingegen ist sehr hysterisch und engstirnig – ein wirklich ungleiches Paar, welches so in der Realität wohl eher selten zu finden sein wird und im Buch den Spagat zwischen Familie und Beruf meistern muss.
Bis auf den Mord an der Sachbearbeiterin – steht im Buch ganz klar die Thematik illegaler Adoptionen im Vordergrund und was es mit dem verschwunden Baby aus der Klink auf sich hat.
Teilweise wird in kurzen Abschnitten das Verhalten der Pärchen zum selben Zeitpunkt geschildet, diese Art liest sich sehr gut und erinnert an den Aufbau einer Serie.

Insgesamt ist „Besondere Umstände“ ein Roman, der sich neben einem Mord, hauptsächlich mit dem Thema der illegalen Adoptionen beschäftigt, was mit Geld alles möglich ist und dass es trotzdem nicht richtig glücklich macht. Wer einen spannungsgeladenen, mit schnellen Szenen ablaufenden Krimi erwartet würd enttäuscht sein. Bei „Besondere Umstände“ ist der Blickpunkt vor allem auf die Geschichten der einzelnen Pärchen gelegt, die Emotionen die durchlaufen werden und die Wege und Lösungen die gesucht und geschaffen werden. Insgesamt ein Buch, was zum nachdenken anregt und insgesamt sehr informativ beschrieben ist.

Meinem Dank gilt literaturtest.de, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben und es ermöglicht haben mir ein eigenes Bild von „Besondere Umstände“ zu machen.

Sonntag, 27. August 2017

[Reisetipp] Charmantes Schlosshotel im Erzgebirge



Auf der Suche nach einer schönen und außergewöhnlichen Unterkunft in den Bergen sind wir auf Schloss Purschenstein im Erzgebirge gestoßen, eines der ältesten Schlösser Sachsens. Da uns das Ambiente in Schlössern und Burgen sehr gut gefällt und es bei kurzurlaub.de ein super Angebot gab - zwei Nächte im Doppelzimmer für 198 Euro, statt 150 Euro pro Nacht – haben wir direkt gebucht.

Anschrift
Purschenstein 1
09544 Neuhausen/Erzgebirge
purschenstein.de
037361 14080

Umgebung
Schloss Purschenstein liegt in Neuhausen im Erzgebirge, knapp 5km von der Tschechischen Grenze entfernt. Die Umgebung ist landschaftlich sehr schön und mit dem Auto ist das Schloss gut zu erreichen. In Neuhausen gibt es alles was man braucht – einen Supermarkt, Apotheke, Bank und Bäcker. Außerdem ein Nussknackermuseum, ein Glashüttenmuseum und ein Freibad. Viele Restaurants findet man aber erst im Nachbarort Seiffen (rund 4km entfernt).

Ein Ausflug zum Hausberg Schwartenberg (790m) lohnt sich, da man einen sehr schönen
Rundumblick hat.
Der Gipfel kann zu Fuß oder auch bequem per Auto oder Fahrrad über eine gut ausgebaute, aber enge Straße, erreicht werden. Von dort aus hat man einen schönen Blick ins Tal und auf das Schloss.
Der Fichtelberg ist rund 2 ½ Autostunden, Dresden 1 ½ Stunden entfernt.

Die Unterkunft
--Das Schloss--
Das Schlossgelände besteht aus dem ehemaligen Rittergut, dem Rentamt, der Remise und dem Schlossgebäude. Außerdem gehören ein Schlosspark und drei Teiche zum Gelände, sowie ein großer Parkplatz.
Die Zimmer im Schloss kann man über den Fahrstuhl oder eine Treppe erreichen. Insgesamt sind die Gänge sehr breit und weitläufig. Das Schloss mit Rezeption liegt auf einer Anhöhe, welche zum Be- und Entladen befahren werden darf.  Der Eingangsbereich und auch die Rezeption sind liebevoll eingerichtet und überall fallen diverse Uhren ins Blickfeld.

--Die Zimmer--
Schloss Purschenstein bietet 50 Zimmer.
30 Doppelzimmer (Doppelzimmer Standard, Doppelzimmer Luxus), 12 Suiten (Junior Suite, Suite Superior, Suite), drei Maisonette-Suiten (Maisonette, Maisonette Superior), eine Familiensuite, eine komfortable Hochzeitssuite und eine luxuriöse Präsidentensuite.
In allen Zimmern ist Buchenparkett verlegt. Außerdem befinden sich in jedem Zimmer antike Möbel, verschiedener Epochen, teilweise aus der Schlosshistorie erhaltene Stücke.
Auf den Zimmern gibt es kostenloses W-LAN. Check-In ist um 15:00 Uhr, Check-Out bis 10:00 Uhr möglich.

--Fazit--
Wir haben ein Doppelzimmer Standard gebucht und wohnten im Hauptgebäude (Schloss) im 3. Stock. Wir waren zwei Stunden vor Check-In im Hotel und durften unser Zimmer schon frühzeitig beziehen. Die Rezeptionistin war sehr freundlich. Der Check-In ging schnell und unkompliziert – außerdem gab einen Lageplan vom Schlossgelände. Durch die Zahlung der 1,50 Euro Kurtaxe (pro Nacht und pro Person) gab es außerdem eine Art Rabattkarte für umliegende Veranstaltungen.
Ausgestattet ist das Zimmer mit einen LCD Fernseher, Safe, Telefon und Fön (zwei Stufen). Außerdem gab es zur Begrüßung zwei Wasserflaschen. Zwei große und zwei kleine Handtücher, sowie zwei Bademäntel und Hausschuhe.
Unser Zimmer war klein, aber ausreichend. Es war etwas dunkler, da es quasi nur ein schießschartenartiges Fenster gab, was allerdings auch ausreichend war und einen gewissen Charme hatte. Der Ausblick war somit etwas eingeschränkt, aber dennoch sehr schön.
Das Doppelbett bestand aus zwei getrennten Matratzen und war sehr weich, es gab zwei verschiedene Größen an Kopfkissen.
Insgesamt wirkten die Zimmer sehr bewohnt, man sieht deutliche Abnutzungsspuren an den Wänden und am Boden.
Das Bad war relativ klein, aber modern und sauber. Leider sind die Räume sehr hellhörig.
Da wir den ganzen Tag unterwegs waren und nur am Abend zum Schlafen ins Zimmer kamen, war die Ausstattung und Größe des Zimmers für uns ausreichend.

--Frühstück--
Das Frühstück, welches in der Remise angeboten wird, kann von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr wahrgenommen werden. In unserem Reisezeitraum gab es kaum Gäste, sodass immer genügend Essen vorhanden und die Tische immer sauber und gedeckt waren.

Das Buffet ist ausreichend. Der Standardkäse- und Wurstplatte standen Lachsscheiben in Muscheln gegenüber. Der Eiersalat schmeckte selbstgemacht und insgesamt gab es von allem kleine Portionen, so dass man davon ausgehen konnte, dass alles auch frisch war. Der Großteil war auch gekühlt – leider war der Joghurt nicht gekühlt, aber das kenne ich schon auf anderen Hotels. Es gab genügend verschiedene Brötchen und einige Brotsorten. Es gab nur weichgekochte Eier, bei Bedarf wurden diese noch einmal etwas härter gekocht. Müsli und Cornflakes gab es auch, sowie drei verschiedene Marmeladen, Erdnussbutter, Honig und den üblichen Schokoaufstrich. Außerdem gab es Rührei und verschiedene warme Würstchen am ersten Tag, am zweiten Tag gab es neben Rührei auch Pancakes mit Ahornsirup, Apfelmus oder Zimt/Zucker.
Wasser, Kaffee, sowie Orangen- und Multivitaminsaft (und Milch) konnte man kostenlos trinken. Wer beispielsweise einen Cappuccino trinken wollte, hätte diesen kostenpflichtig bestellen können.

Insgesamt war das Frühstücksbuffet völlig in Ordnung, aber nichts Außergewöhnliches. Das Personal war nett und der Raum sauber.

Angebote
Wir wurden bereits vor Anreise vom Schloss Purschenstein darüber informiert, wann die Schlossführung stattfindet und auch wann das Restaurant abends geschlossen hat, sowie Vorschläge für alternative Restaurants gegeben.

--Schlossführung, Kaffee und Kuchen--
In unserem Angebot war eine Schlossführung, sowie ein Kaffee und Stück Kuchen inklusive. Die Schlossführung kann auch ohne Kaffee und Kuchen gebucht werden, für Hotelgäste 4 Euro und für 6 Euro mit Kaffee und Kuchen. Für Gäste von Außerhalb kostet beides mehr.
Ab 15:00 Uhr konnte man in der Bibliothek, gegenüber dem Restaurant, in der Remise einen Kaffee und ein Stück Kuchen essen. Anstelle von Kaffee konnte man auch einen warmen Kakao trinken. An diesem Tag gab es ein Stück Käsekuchen mit Johannesbeeren, welches gut geschmeckt hat. Die Bibliothek besteht auch aus bunt zusammengestellten, antiken Möbelstücken und ist sehr klein.
Um 16:00 Uhr trafen wir uns im Ahnensaal (im Schloss, gegenüber der Rezeption) für die Schlossführung. Eine Dame erzählte zunächst viel über die Geschichte und Entstehung des Schlosses, die Erbauer und Geschichte der Umgebung. Im Anschluss wurden der Trausaal, der Festsaal, die Bibliothek und die Remise besichtigt.

Insgesamt war die Schlossführung interessant, man lernte viel über die Geschichte und Räumlichkeiten. Die vorstellende Dame war gut informiert und vermittelte auch viele historische Aspekte mit Bildern. An einigen Stellen war die Führung etwas langatmig und für Kinder wohl etwas zu langweilig und uninteressant. Man merkte großes Interesse einiger Gäste, allerdings war die Dame relativ schnell verschwunden und stand somit für Fragen leider nicht mehr zu Verfügung. Insgesamt dauerte die Führung rund 1 ½ Stunden.

Wellness
Im Schloss befinden sich im Kellergewölbe ein Schwimmbecken, eine finnische Sauna und eine Dampfgrotte. Der Wellnessbereich kann von 08:00 bis 21:00 Uhr genutzt werden. Außerdem werden auch diverse Massagen angeboten (vorherige Anmeldung nicht vergessen).

Gesamtfazit


Insgesamt haben uns die zwei Nächte im Schloss Purschenstein sehr gut gefallen. Das Flair vom Schloss, wo viele Räume immer frei zugänglich waren und auch der Schlossgarten frei besucht werden konnte, was sehr schön. Das Personal war immer freundlich. Das Zimmer war in Ordnung und auch mit dem Frühstück waren wir zufrieden. Ich finde es schön, dass viel Zeit und Geld investiert wird, um Ursprüngliches wiederherzustellen und zu erhalten – so wurde bei der Remise ein Tunnel mit Stalaktiten entdeckt, welcher nun integriert – aber dennoch gut geschützt ist. Für unseren gezahlten Preis von 99 Euro pro Nacht kann man nichts falsch machen, da die Umgebung auch wirklich sehenswert ist.