Freitag, 1. September 2017

[Literaturtest] Besondere Umstände



Über den Verlag 
Das Medienunternehmen Storybakery arbeitet seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Medien (ARD, 3sat…), produziert Printmedien, Hörbücher und bietet auch Workshops zum Thema kreatives Schreiben und Vortragskunst an.
Der Storybakery-Verlag wurde 2016 gegründet und stellt eine Plattform für tiefgreifende Belleristik dar.

Über die Autorin
Gabriela Kasperski war während und nach ihrem Anglistik Studium als Moderatorin im Radio und TV-Bereich und als Schauspielerin auf vielen Schweizer Bühnen tätig. Danach hat sie sich dem geschriebenen Wort zugewandt. Heute arbeitet sie vor allem als Autorin. 

Über Besondere Umstände – Der zweite Fall für Schnyder&Meier 
Die Neuauflage, des bereits 2013 veröffentlichten Titels, ist im Mai 2017 erschienen, umfasst 528 Seiten und ist als gebundene Ausgabe, Taschenbuch und Kindle Edition erhältlich.

Buchrücken
"Nach einem Gewitter kommen sieben Babys zur Welt. Eines wird entführt – Zita Schnyder und Werner Meier, selber frischgebackene Eltern, ermitteln in dieser emotionalen Geschichte um Mutterliebe und Unfruchtbarkeit, um illegale Adoptionen und gekauftes Glück."

Allgemein
Die über 500 Seiten machen das Buch wirklich schwer und unhandlich, um es unterwegs in den Öffentlichen zu lesen.
Es gibt viele handelnde Geschichten die ineinander verzweigen und es ebenfalls schwierig machen, das Buch nebenbei zu lesen. Ich empfand es als eine Herausforderung mich auf das Buch und die handelnden Charaktere zu konzentrieren, da es wirklich viele Geschichten gab. Auch wenn jede auf ihre Weise einzigartig war, hatten doch alle als Thema „Babys“. Im Vergleich zu anderen Büchern fiel es mir schwer die Pärchen und ihre Geschichten auseinander zu halten und es dauerte etwas bis ich mich auf den teilweise doch sehr langatmigen Schreibstil einstellen konnte.
Unterteilt werden die Kapitel in unterschiedliche Tage. Innerhalb eines Tages können verschiedene Geschichten der handelnden Charaktere erzählt werden.
Bei „Besondere Umstände“ handelt es sich um den 2. Fall für Schnyder und Meier, dennoch hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen aus dem ersten Buch fehlen, welches ich nicht gelesen habe. Man kann diesen Band also auch als eigenständigen Teil betrachten.

Inhalt
Pärchen mit unterschiedlichen Wünschen und Träumen, die durch ein Kind verbunden werden. Pärchen in denen ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt, Adoptionen fehlschlagen, eine illegale Adaption der einzige Ausweg scheint und Gewissensbisse. Sehr fürsorgliche Eltern und eine MamYoga Leiterin die eigentlich einen ganz anderen Lebenstraum hatte und auf Ungereimtheiten stößt. Verschwundene Kinder und Mord – alles das ist „Besondere Umstände“.

Fazit
Das Buch liest sich sehr flüssig und ist gefüllt mit vielen kleinen Geschichten und Informationen. Das erste Drittel des Buches – noch vor den Geburten – war relativ langatmig. Man lernte alle Pärchen kennen, ihre Vorlieben und Eigenarten. Hatte viele Kapitel über MamYoga, wo alle Mütter aufeinander trafen und viele Gespräche über Kinder, Geburtsalternativen zum Krankenhaus und was eine Schwangerschaft so mit sich bringt. Dabei wurden viele verschiedene Geschichten beschrieben, mit unterschiedlichen Ansichten zu diesen Themen – was die Gesellschaft gut wiederspiegelt. Nach den Geburten und einem verschwundenen Kind aus der Klinik nahm die Handlung langsam an Geschwindigkeit zu. Leider fand ich von Anfang an die Geschichte nicht so fesselnd, dass ich unbedingt weiter lesen musste, weshalb ich für die ~500 Seiten ziemlich viel Zeit benötigt habe. Es ist bekannt - zu was Menschen im Stande sind, wenn sie sich etwas so sehnlich wünschen – auch dieses Gefühl vermittelt „Besondere Umstände“ sehr gut. Es wirkt gut recherchiert und alle Geschichten wirken plausibel. Teilweise wirken sie allerdings etwas überspitzt dargestellt, auch die Tatsache, dass diese wirklich ungleichen Mütter an einem Abend gleichzeitig gebären wirkt doch sehr zufällig. 
Aufgrund der sehr markanten handelnden Persönlichkeiten ist es teilweise schwierig sich mit ihnen einzufühlen. Werner Meier, Polizist ist ein bodenständiger sympathischer Charakter. Seine Freundin Zity Schnyder hingegen ist sehr hysterisch und engstirnig – ein wirklich ungleiches Paar, welches so in der Realität wohl eher selten zu finden sein wird und im Buch den Spagat zwischen Familie und Beruf meistern muss.
Bis auf den Mord an der Sachbearbeiterin – steht im Buch ganz klar die Thematik illegaler Adoptionen im Vordergrund und was es mit dem verschwunden Baby aus der Klink auf sich hat.
Teilweise wird in kurzen Abschnitten das Verhalten der Pärchen zum selben Zeitpunkt geschildet, diese Art liest sich sehr gut und erinnert an den Aufbau einer Serie.

Insgesamt ist „Besondere Umstände“ ein Roman, der sich neben einem Mord, hauptsächlich mit dem Thema der illegalen Adoptionen beschäftigt, was mit Geld alles möglich ist und dass es trotzdem nicht richtig glücklich macht. Wer einen spannungsgeladenen, mit schnellen Szenen ablaufenden Krimi erwartet würd enttäuscht sein. Bei „Besondere Umstände“ ist der Blickpunkt vor allem auf die Geschichten der einzelnen Pärchen gelegt, die Emotionen die durchlaufen werden und die Wege und Lösungen die gesucht und geschaffen werden. Insgesamt ein Buch, was zum nachdenken anregt und insgesamt sehr informativ beschrieben ist.

Meinem Dank gilt literaturtest.de, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben und es ermöglicht haben mir ein eigenes Bild von „Besondere Umstände“ zu machen.

Sonntag, 27. August 2017

[Reisetipp] Charmantes Schlosshotel im Erzgebirge



Auf der Suche nach einer schönen und außergewöhnlichen Unterkunft in den Bergen sind wir auf Schloss Purschenstein im Erzgebirge gestoßen, eines der ältesten Schlösser Sachsens. Da uns das Ambiente in Schlössern und Burgen sehr gut gefällt und es bei kurzurlaub.de ein super Angebot gab - zwei Nächte im Doppelzimmer für 198 Euro, statt 150 Euro pro Nacht – haben wir direkt gebucht.

Anschrift
Purschenstein 1
09544 Neuhausen/Erzgebirge
purschenstein.de
037361 14080

Umgebung
Schloss Purschenstein liegt in Neuhausen im Erzgebirge, knapp 5km von der Tschechischen Grenze entfernt. Die Umgebung ist landschaftlich sehr schön und mit dem Auto ist das Schloss gut zu erreichen. In Neuhausen gibt es alles was man braucht – einen Supermarkt, Apotheke, Bank und Bäcker. Außerdem ein Nussknackermuseum, ein Glashüttenmuseum und ein Freibad. Viele Restaurants findet man aber erst im Nachbarort Seiffen (rund 4km entfernt).

Ein Ausflug zum Hausberg Schwartenberg (790m) lohnt sich, da man einen sehr schönen
Rundumblick hat.
Der Gipfel kann zu Fuß oder auch bequem per Auto oder Fahrrad über eine gut ausgebaute, aber enge Straße, erreicht werden. Von dort aus hat man einen schönen Blick ins Tal und auf das Schloss.
Der Fichtelberg ist rund 2 ½ Autostunden, Dresden 1 ½ Stunden entfernt.

Die Unterkunft
--Das Schloss--
Das Schlossgelände besteht aus dem ehemaligen Rittergut, dem Rentamt, der Remise und dem Schlossgebäude. Außerdem gehören ein Schlosspark und drei Teiche zum Gelände, sowie ein großer Parkplatz.
Die Zimmer im Schloss kann man über den Fahrstuhl oder eine Treppe erreichen. Insgesamt sind die Gänge sehr breit und weitläufig. Das Schloss mit Rezeption liegt auf einer Anhöhe, welche zum Be- und Entladen befahren werden darf.  Der Eingangsbereich und auch die Rezeption sind liebevoll eingerichtet und überall fallen diverse Uhren ins Blickfeld.

--Die Zimmer--
Schloss Purschenstein bietet 50 Zimmer.
30 Doppelzimmer (Doppelzimmer Standard, Doppelzimmer Luxus), 12 Suiten (Junior Suite, Suite Superior, Suite), drei Maisonette-Suiten (Maisonette, Maisonette Superior), eine Familiensuite, eine komfortable Hochzeitssuite und eine luxuriöse Präsidentensuite.
In allen Zimmern ist Buchenparkett verlegt. Außerdem befinden sich in jedem Zimmer antike Möbel, verschiedener Epochen, teilweise aus der Schlosshistorie erhaltene Stücke.
Auf den Zimmern gibt es kostenloses W-LAN. Check-In ist um 15:00 Uhr, Check-Out bis 10:00 Uhr möglich.

--Fazit--
Wir haben ein Doppelzimmer Standard gebucht und wohnten im Hauptgebäude (Schloss) im 3. Stock. Wir waren zwei Stunden vor Check-In im Hotel und durften unser Zimmer schon frühzeitig beziehen. Die Rezeptionistin war sehr freundlich. Der Check-In ging schnell und unkompliziert – außerdem gab einen Lageplan vom Schlossgelände. Durch die Zahlung der 1,50 Euro Kurtaxe (pro Nacht und pro Person) gab es außerdem eine Art Rabattkarte für umliegende Veranstaltungen.
Ausgestattet ist das Zimmer mit einen LCD Fernseher, Safe, Telefon und Fön (zwei Stufen). Außerdem gab es zur Begrüßung zwei Wasserflaschen. Zwei große und zwei kleine Handtücher, sowie zwei Bademäntel und Hausschuhe.
Unser Zimmer war klein, aber ausreichend. Es war etwas dunkler, da es quasi nur ein schießschartenartiges Fenster gab, was allerdings auch ausreichend war und einen gewissen Charme hatte. Der Ausblick war somit etwas eingeschränkt, aber dennoch sehr schön.
Das Doppelbett bestand aus zwei getrennten Matratzen und war sehr weich, es gab zwei verschiedene Größen an Kopfkissen.
Insgesamt wirkten die Zimmer sehr bewohnt, man sieht deutliche Abnutzungsspuren an den Wänden und am Boden.
Das Bad war relativ klein, aber modern und sauber. Leider sind die Räume sehr hellhörig.
Da wir den ganzen Tag unterwegs waren und nur am Abend zum Schlafen ins Zimmer kamen, war die Ausstattung und Größe des Zimmers für uns ausreichend.

--Frühstück--
Das Frühstück, welches in der Remise angeboten wird, kann von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr wahrgenommen werden. In unserem Reisezeitraum gab es kaum Gäste, sodass immer genügend Essen vorhanden und die Tische immer sauber und gedeckt waren.

Das Buffet ist ausreichend. Der Standardkäse- und Wurstplatte standen Lachsscheiben in Muscheln gegenüber. Der Eiersalat schmeckte selbstgemacht und insgesamt gab es von allem kleine Portionen, so dass man davon ausgehen konnte, dass alles auch frisch war. Der Großteil war auch gekühlt – leider war der Joghurt nicht gekühlt, aber das kenne ich schon auf anderen Hotels. Es gab genügend verschiedene Brötchen und einige Brotsorten. Es gab nur weichgekochte Eier, bei Bedarf wurden diese noch einmal etwas härter gekocht. Müsli und Cornflakes gab es auch, sowie drei verschiedene Marmeladen, Erdnussbutter, Honig und den üblichen Schokoaufstrich. Außerdem gab es Rührei und verschiedene warme Würstchen am ersten Tag, am zweiten Tag gab es neben Rührei auch Pancakes mit Ahornsirup, Apfelmus oder Zimt/Zucker.
Wasser, Kaffee, sowie Orangen- und Multivitaminsaft (und Milch) konnte man kostenlos trinken. Wer beispielsweise einen Cappuccino trinken wollte, hätte diesen kostenpflichtig bestellen können.

Insgesamt war das Frühstücksbuffet völlig in Ordnung, aber nichts Außergewöhnliches. Das Personal war nett und der Raum sauber.

Angebote
Wir wurden bereits vor Anreise vom Schloss Purschenstein darüber informiert, wann die Schlossführung stattfindet und auch wann das Restaurant abends geschlossen hat, sowie Vorschläge für alternative Restaurants gegeben.

--Schlossführung, Kaffee und Kuchen--
In unserem Angebot war eine Schlossführung, sowie ein Kaffee und Stück Kuchen inklusive. Die Schlossführung kann auch ohne Kaffee und Kuchen gebucht werden, für Hotelgäste 4 Euro und für 6 Euro mit Kaffee und Kuchen. Für Gäste von Außerhalb kostet beides mehr.
Ab 15:00 Uhr konnte man in der Bibliothek, gegenüber dem Restaurant, in der Remise einen Kaffee und ein Stück Kuchen essen. Anstelle von Kaffee konnte man auch einen warmen Kakao trinken. An diesem Tag gab es ein Stück Käsekuchen mit Johannesbeeren, welches gut geschmeckt hat. Die Bibliothek besteht auch aus bunt zusammengestellten, antiken Möbelstücken und ist sehr klein.
Um 16:00 Uhr trafen wir uns im Ahnensaal (im Schloss, gegenüber der Rezeption) für die Schlossführung. Eine Dame erzählte zunächst viel über die Geschichte und Entstehung des Schlosses, die Erbauer und Geschichte der Umgebung. Im Anschluss wurden der Trausaal, der Festsaal, die Bibliothek und die Remise besichtigt.

Insgesamt war die Schlossführung interessant, man lernte viel über die Geschichte und Räumlichkeiten. Die vorstellende Dame war gut informiert und vermittelte auch viele historische Aspekte mit Bildern. An einigen Stellen war die Führung etwas langatmig und für Kinder wohl etwas zu langweilig und uninteressant. Man merkte großes Interesse einiger Gäste, allerdings war die Dame relativ schnell verschwunden und stand somit für Fragen leider nicht mehr zu Verfügung. Insgesamt dauerte die Führung rund 1 ½ Stunden.

Wellness
Im Schloss befinden sich im Kellergewölbe ein Schwimmbecken, eine finnische Sauna und eine Dampfgrotte. Der Wellnessbereich kann von 08:00 bis 21:00 Uhr genutzt werden. Außerdem werden auch diverse Massagen angeboten (vorherige Anmeldung nicht vergessen).

Gesamtfazit


Insgesamt haben uns die zwei Nächte im Schloss Purschenstein sehr gut gefallen. Das Flair vom Schloss, wo viele Räume immer frei zugänglich waren und auch der Schlossgarten frei besucht werden konnte, was sehr schön. Das Personal war immer freundlich. Das Zimmer war in Ordnung und auch mit dem Frühstück waren wir zufrieden. Ich finde es schön, dass viel Zeit und Geld investiert wird, um Ursprüngliches wiederherzustellen und zu erhalten – so wurde bei der Remise ein Tunnel mit Stalaktiten entdeckt, welcher nun integriert – aber dennoch gut geschützt ist. Für unseren gezahlten Preis von 99 Euro pro Nacht kann man nichts falsch machen, da die Umgebung auch wirklich sehenswert ist.

Freitag, 18. August 2017

Überzeugendes Convertible für den Alltag

Verpackung, Design und Zubehör
Das Set beinhaltet: Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi; S Pen, S Pen-Halter und S Pen Pinzette, Anleitung, MicroSD-Slot Öffnungswerkzeug, USB Typ C Kabel mit Stromstecker, Tastaturabdeckung

Auf den ersten Blick wirkt die Verpackung des Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi sehr hochwertig und stabil. Auf den zweiten Blick sieht man, dass die Samsung-typische Verpackung für die Halterungen des Zubehörs benutzt wird – viel Plastik. Schade, dass Samsung an dieser Stelle noch keine Alternative gefunden hat.
Das Öffnungswerkzeug für den MicroSD-Slot ist auf der Rückseite der Anleitung befestigt und nur sehr umständlich herausnehmbar. Ich finde es wirklich schade, dass dieses Werkzeug an dieser Stelle überhaupt genutzt wird und es keine einfachere Lösung gibt, um den Schacht zu öffnen. Beim Lenovo Miix 2 kann der Schacht ganz einfach mit dem Finger geöffnet werden, das erspart Stress und Aufwand.
Der S Pen ist sehr gut verarbeitet und liegt gut in der Hand. Die Spitze hat einen Durchmesser von 0,7 mm und der Stift muss nicht aufgeladen werden. Von dem S Pen-Halter bin ich enttäuscht – dieser muss an die Hülle geklebt werden und steht vom Gerät ab. Dadurch wird das Convertible noch breiter und passt nicht mehr in eine Tablet-Tasche. Eine Magnetische Halterung wäre viel praktischer, um diese bei Bedarf auch abnehmen zu können. Mit der S Pen Pinzette kann die S Pen Spitze ausgetauscht und ggf. erneuert werden.
Die mitgelieferte Tastaturabdeckung ist sehr leicht und kann in drei verschiedenen Positionen als Halterung für das Tablet dienen. Die Tasten liegen relativ weit auseinander und sind herausstehend, was für eine angenehme Haptik sorgt. Die Tastaturabdeckung ist magnetisch und liegt wie eine zweite Haut auf dem Tablet, dadurch kann es passieren, dass man nicht das Convertible öffnet sondern nur die Hülle vom Tablet trennt, da oben und unten nicht auseinander zu halten sind.
Verbunden wird das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi mit der Tastatur über Magnete. Die Verbindung klappt immer auf Anhieb und ist sehr fest. An dieser Stelle hatte ich bei meinen Lenovo Miix 2 immer Probleme, da der Verbindung zwischen Tablet und Tastatur entweder nicht auf Anhieb geklappt hat oder sich von selbst trennte, da diese nicht magnetisch war.
Das Tablet macht einen gut verarbeiteten und stabilen Eindruck.

Speicher, Leistung und Auflösung
==Technische Daten==
-bis zu 9h Akkulaufzeit (Schnellladefunktion)
-ca. 648 Gramm, Gewicht Tastatur: 352,5 g
-Windows 10 Home
-Intel Core m3 Prozessor
-4 GB RAM + 64 GB interner Speicher, erweiterbar mit microSDXC um bis zu 256 GB
-26,86 cm (10,6”) TFT-Display
-Frontkamera: 5 MP, F2.2, 4-facher Digitalzoom, Full HD-Videoaufnahme
-Displayauflösung: 1920x1280 (FHD)

Das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi startet sehr schnell (in ca. 10 Sekunden). Nach diversen Windows 10 Einstellungen und Updates ist das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi direkt einsetzbar.
Die Reaktion auf den Fingerdruck ist sehr genau und überraschend gut.
Leider wird das Tablet bereits nach kurzer, und auch nicht sehr intensiver Nutzung, sowie während des Ladevorgangs nach meiner Einschätzung viel zu warm. Laut Samsung soll dies allerdings nicht die Lebensdauer des Geräts beeinflussen. Sollte das Gerät während des Betriebs überhitzen, schaltet es sich selbst aus.

Auch aus spitz zulaufenden Winkeln kann man den Bildschirm gut und farbecht erkennen.
Die Qualität der 5MP Frontkamera ist nicht die beste und auch die Reaktions- und Verschlusszeit ist sehr langsam. Für das ansonsten doch sehr starke Gesamtpaket, hätte ich mir etwas mehr erhofft.

Ich glaube, dass der Helligkeitssensor nicht besonders gut funktioniert, da die automatische Helligkeitseinstellung permanent die Helligkeit ändert, wohingegen ich von unserem Samsung Fernseher und Smartphone besseres gewohnt bin.

Für ein Convertible ist das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi sehr leicht und leistungsstark. Als reines Tablet ist es doch reichlich schwer.

==Samsung Flow==
Ein kompatiblen Smartphone (Samsung Geräte mit Android 6 oder höher) kann mit dem Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi gekoppelt werden, so können Benachrichtigungen auf dem Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi angesehen und Daten übertragen werden.
Mein Samsung Galaxy A3 (2017) konnte ich über Samsung Flow mit dem Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi koppeln. Die Übertragung von Dateien hat ohne Probleme funktioniert. Ich finde diese Möglichkeit die Geräte miteinander zu verbinden praktisch. So können Inhalte schnell und unkompliziert ausgetauscht werden.

Im direkten Vergleich mit Laptop und Surface Pro (Intel Core i5 / 256GB SSD / 8GB RAM)
Bisher nutzte ich fürs Programmieren stets meinen Laptop und musste ihn immer mit mir zur Uni schleppen und wieder zurück. Nun habe ich einfach mal kleinere Programmiertätigkeiten in bekannten Entwicklungsumgebungen auf dem Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi durchgeführt. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir der Bildschirm für solche Arbeiten einfach viel zu klein ist. Die Geschwindigkeiten beim Kompilieren und Ausführen aufwändiger Programme geht immerhin recht schnell, doch verständlicherweise nicht so flott und flüssig wie auf meinem Laptop, welcher über 8 GB RAM und einem Intel Core i5 Prozessor verfügt. Von daher würde ich sagen, dass das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi grundsätzlich eine gute Figur bei kleineren Programmieraufgaben macht, aber wie erwartet nicht an die Leistungen eines Laptops heranreicht.
Im direkten Vergleich mit dem Surface Pro (Intel Core i5 / 256GB SSD / 8GB RAM) einer Kommilitonin kam mir das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi eher wie ein kleines Spielzeug vor. Auf dem Surface Pro ging alles sehr viel schneller und die Verarbeitung des Geräts machte auf mich einen besseren Eindruck. Aber natürlich muss man hier einen klaren Vergleich des Preises heranziehen. Das Surface Pro in dieser Ausstattung kostet fast doppelt so viel wie das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi. Von daher würde ich Entwicklern empfehlen, die vor haben eher auf einem Convertible, als auf einem Laptop zu arbeiten, doch mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Fazit
+S Pen funktioniert sehr gut
+Verbund von Tastatur und Magnet funktioniert gut
+gute Leistung (Geschwindigkeit)
+bisher noch nie abgestürzt
+Erkennung der Eingaben per Finger funktioniert super
-Gewicht für ein Tablet recht hoch
-MicroSD-Slot nur mit Werkzeug zu öffnen

Insgesamt überzeugt das Samsung Galaxy Book 10.6" Wi-Fi mit seiner Leistung und Kompaktheit. Mit der Tastatur lässt es sich gut als kleines Notebook benutzen. Die Größe ist optimal, um auch Office Anwendungen auszuführen. Das Tablet selbst liegt gut auf dem Tisch und war optimal um in der Uni nebenbei Notizen zu verfassen. Der S Pen reagiert gut und auch die Akkuleistung mit 8 Stunden ist in Ordnung.