Montag, 12. Januar 2015

[Rezension] Zorn des Himmels



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Über den Verlag
Im Jahr 1953 wurde der Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe gegründet, welcher bereits vier Jahre zuvor als Kölner Bastei-Verlag existierte.
Zunächst lag der Fokus auf Romanhefte, später kamen Taschenbücher und Hardcoverbücher hinzu. Neben diversen Buchformaten und Genre, werden auch Hörbücher (Lübbe Audio) und Rätselhefte angeboten. Seit 2013 ist die Bastei Lübbe AG eine Aktiengesellschaft.
Top-Autoren wie Ken Follett oder Dan Brown führten den Baste Lübbe Verlag zu einem Marktführer unter den deutschsprachigen Publikumsverlagen. (Quelle: www.luebbe.com/)

Über den Autor
Richard Dübell, wurde 1962 geboren und ist Träger des Kulturpreises der Stadt Landshut. Im Jahr 1999 fand er seinen literarischen Einstieg und gehört zu den beliebtesten Autoren im Bereich der historischen Romane.

Über Zorn des Himmels
Das Buch umfasst 398 Seiten, ist in verschiedene Kapitel und weitere Unterkapitel unterteilt und erschien im Oktober 2014. Das empfohlene Lesealter ist 16 Jahre.
Das Buch könnt ihr bspw. hier für 19,99 Euro erwerben.

Buchbeschreibung
Frankfurt, im Jahre des Herrn 1342. In der Ferne ballen sich dunkle Wolkentürme zusammen, Wetterleuchten erhellt den Himmel und Gerüchte von Überflutungen im Südosten des Reiches kursieren in den Straßen und Gassen der Stadt. Die junge Fährmannstochter Philippa ahnt nicht, dass der heranziehende Sturm ihr Leben für immer verändern wird. Sie verliebt sich in einen Mann – einen Mann, der einen Mordanschlag auf den Kaiser planen soll. Und während sich der Zorn des Himmels über Frankfurt entlädt und eine Katastrophe ohne Gleichen einläutet, muss Philippa eine Entscheidung treffen, die über Leben oder Sterben des Kaisers bestimmt ...


Über das Magdalenenhochwasser
Im Jahr 1342 trat das höchste am Main bekannte Hochwasser auf, auch als 1000-jähriges Hochwasser oder Magdalenenhochwasser bekannt.
Der Ökosystemfroscher Hans-Rudolf Bork vergleicht das Magdalenenhochwasser mit der 50- bis 100fachen Intensität der Hochwasser an der Elbe 2002 und 2013.
(Quelle: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-06/hochwasser-magdalenenflut)

Test und Fazit
Das Hartcover mit zusätzlichem Einband ist sehr stabil, liegt gut in der Hand und hat ein integriertes Leseband. Auf dem Cover sieht man eine Steinbrücke (vermutlich jene in Würzburg), den verdunkelten Himmel und das nahende Hochwasser. Die Farben sind eher in Grautönen gehalten, was eine gefährliche Stimmung aufkommen lässt, welche gut zum Titel passen und es historischer wirken lassen.

Im Fokus des Buches „Zorn des Himmels“ steht das Magdalenenhochwasser von 1342, dem stärksten Hochwasser der bisherigen europäischen Geschichte. Dieses hatte nicht nur starken Einfluss auf die Menschen im Rhein-Main-Gebiet, sondern auch auf die Entwicklung des Landes und nachweisbare topographische Konsequenzen.
Die im Buch beschriebenen Orte und Schauplätze werden mit ihren Mittelalterlichen Namen bezeichnet. So trägt bspw. die heutige Stadt Main den Namen Meyn. Als Leser ist es interessant zu wissen, wie die Orte damals hießen und die leicht fremden, aber dennoch ähnelnden Worte helfen, sich in die Zeit zurückzuversetzen.
Das Buch „Zorn des Himmels“ ist aber keinesfalls ein einfaches Geschichtsbuch, es vereint historische Figuren, Handlungen und Schauplätze und schafft mit zusätzlichen fiktiven Personen einen spannenden Roman, welcher die damalige Zeit näher bringt.
Das Buch beginnt mit dem 15. Juli 1342, es hat seit Wochen nicht geregnet und Menschen, Pflanzen und Tiere sind gereizt und ausgedörrt. Richard Dübell beschreibt umfassend das Schicksal der Menschen, ihre Veränderung und Anpassung an das Wetter, ihre Ängste und Sorgen. Natürlich darf eine Liebesgeschichte nicht fehlen und so spielen trotz des dominanten Themas, des Hochwassers, auch die handelnden Personen eine tragende Rolle und verleihen den Buch einen zusätzlichen Spannungsbogen, auch wenn man als Leser natürlich weiß, dass das Hochwasser kommen wird. So erzählt das Buch von dem Liebesleben der Fährmannstocher Philippa, einem Mann namens Mathias der sich an nichts erinnern kann, sowie anderen Charakteren, wie beispielsweise dem Kaiser Ludwig I. von Wittelsbach, auf welchen ein Attentäter angesetzt wurde.

Der Autor Richard Dübell versteht es zu beschreiben und besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Sätze sind nicht zu kurz, es ist wirklich ein angenehmer Lesefluss. Es ist mein erster historischer Roman gewesen und meine Angst, dass es trocken und langweilig werden könnte wurde nicht bestätigt.
Teilweise waren mir die Kapitel etwas zu kurz und sprunghaft, natürlich ist ein historischer Roman kein Thriller und so war es einfach ein ganz anderes Lesegefühl. Denn hier war dem Leser bereits bekannt, was passieren wird und dennoch ein wirklich gelungenen Buch – ich war positiv überrascht.

Alles in allem ein gut geschilderter historischer Roman – 5 von 5 Sterne.

Sonstiges
Hier könnt ihr einfach mal in das Buch reinlesen.

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